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Liebe ist, was übrig bleibt Mir ist heute durch ein Gespräch etwas aufgefallen. Wenn man alles radikal abschneidet, bleibt am Ende nur eins übrig: Liebe. Ich meine nicht Liebe als Gefühl, das kommt und geht. Nicht Liebe als romantisches Ding. Und auch nicht als moralische Leistung, die man „besser“ können müsste. Sondern Liebe als etwas, das das ganze Sein durchdringt. Wie ein Grundton. Solange wir suchen, solange wir uns verbessern wollen, solange wir “ankommen” wollen, ist da immer eine gewisse Anstrengung. Ein subtiler Druck. Eine Geschichte. Ein „ich sollte…“. Und genau das ist das Verrückte: Selbst Spiritualität kann zur Anstrengung werden. Man will bewusst sein. Man will im Jetzt sein. Man will nicht mehr so reagieren. Man will „weiter“ sein. Man will nicht mehr „Ich“ sagen. Man will irgendwie… fertig werden. Aber wenn man all das wirklich abschneidet – radikal – dann fällt nicht nur der Weg weg. Dann fällt sogar das ganze Thema Ich-Losigkeit weg. Nicht, weil man es geschafft hat. Sondern weil das Problem einfach nicht mehr interessant ist. Und dann bleibt etwas sehr Einfaches: Liebe ist da. Dann wird es leicht. Richtig leicht. Leicht wie Sau. 😄 Weil nichts mehr bewiesen werden muss. Nichts mehr erreicht werden muss. Nichts mehr dargestellt werden muss. Und das Beste daran: Man muss nicht „zeigen“, wie liebevoll man ist. Das ist genau wieder Ego. Es zeigt sich einfach. In Blicken. In Geduld. In Nachsicht. In Humor. In einem stillen „alles darf sein“. Liebe ist Stärke. Aber nicht als Durchsetzen. Liebe ist Stärke als Nicht-Kämpfen-müssen. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Befreiung: Nicht irgendein besonderer Zustand. Nicht ein spirituelles Ankommen. Sondern dieses schlichte, mühelose Sein, das von Liebe durchdrungen ist. https://github.com/anjunar/lob-der-reinen-intuition