Die stille Kunst des Zielens
Wenn das Herz das Minimum setzt, geschieht es aus Liebe. Es verlangt
nicht, es wünscht nur, dass das Leben echt bleibt.
Es kennt den Punkt, an dem Genug bereits Vollendung ist. Der Verstand
aber strebt zum Maximum, nicht aus Gier, sondern aus dem Willen, das
Mögliche zu formen.
Er träumt präziser als das Herz, baut Brücken zwischen Vision und
Wirklichkeit. Und während das Kind in uns träumt, lacht und spielt
mit
den Farben der Zukunft, steht der Erwachsene wach daneben und hütet
den Traum, damit er sich nicht verliert.
So entsteht Schöpferkraft ohne Zwang, eine Bewegung aus Klarheit und
Güte. Nichts wird gefordert, nichts erzwungen — und doch wächst
alles,
getragen von bedingungsloser Liebe.
Dann wird jedes Ziel ein Geschenk, jede Tat ein Ausdruck der Einheit,
und das Leben selbst — eine stille Wohltat des Seins.