Im Lichte des Vertrauens
Es gibt ein Licht, das nicht blendet und nicht wärmt – und doch alles
durchdringt. Es ist das Licht, mit dem Gott sieht.
Kein grelles Urteil, keine suchende Flamme. Nur Vertrauen.
Weit wie der Himmel, tief wie das erste Schweigen.
Wenn Gott schaut, dann nicht mit Augen aus Fleisch, sondern mit dem
sanften Blick des Vertrauens.
Ein Blick, der nicht misst, nicht wägt, nicht fordert – sondern sieht,
weil er kennt. Und was er kennt, ist nicht das, was war oder was wird,
sondern das, was ist: der ewige Strom des Seins im gewöhnlichen
Moment.
In einem Lächeln, das sich nicht erklären lässt. In einem Atemzug, der
sich in Stille verliert.
In der stillen Gewissheit, dass nichts falsch ist. Dass der Weg nicht
gesucht werden muss, weil er uns längst trägt.
Vertrauen ist das Licht Gottes. Und jedes Mal, wenn wir es fühlen,
erinnern wir uns, dass wir nie getrennt waren.
Wir haben nur vergessen, wie man sieht.
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