Wie man sich nicht angegriffen fühlt.
Es gibt keinen Feind. Nur Wellen im einen Ozean.
Ich nehme mich nicht zu ernst – denn mein Ich ist eine Form, die
kommt
und geht. Ich bleibe formlos, wie Wasser, das jede Gestalt annimmt,
ohne je zu verlieren, was es ist.
Ich bin transparent, lasse alles durch mich fließen. Ich verstecke
nichts, denn was ans Licht tritt, löst sich.
Kritik berührt mich nicht wie ein Stich, sondern wie ein Spiegel, der
mir Wachstum schenkt. Ich halte nicht fest – nicht an Menschen, nicht
an Meinungen.
Alles wandelt sich. Ich höre zuerst, bevor ich reagiere, und erkenne
im Schweigen die Tiefe des Moments.
Ich vergebe – auch mir selbst – damit mein Herz leicht bleibt. Ich
übe
Geduld, weil alles seinen eigenen Rhythmus hat.
Ich bleibe demütig, wissend, dass Wissen nur ein Fenster ist, nie die
Sonne selbst. Ich schweige, um das Wahre hinter den Worten zu hören.
Ich ruhe im Jetzt, dort, wo jedes Urteil endet. Ich bin dankbar für
alles, was mein Bewusstsein weitet – auch das Schwere.
Ich zeige Mitgefühl, nicht aus Mitleid, sondern aus Einsicht in das
Gemeinsame. Ich suche Freude nicht, sondern erkenne sie in der
Einfachheit.
Ich übernehme Verantwortung – ohne Last, nur mit Klarheit. Ich
erkenne: Alles, was geschieht, dient dem Erwachen.
Und so gehe ich, form- und feindlos, mit offenem Herzen, durch die
Welt wie durch einen Tempel des Lichts.
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